30. August 2015

Langzeit-EKG

Langzeit – EKG

Kontinuierliche Aufzeichnung des EKG´s (der elektrischen Aktivität des Herzmuskels) im Alltag, in der Regel über 24 Stunden mittels eines tragbaren Recorders. Eine grobe Beurteilung des aufgezeichneten EKG´s wird zunächst automatisch über entsprechende Software vorgenommen. Die genaue Auswertung wird dann vom Arzt durchgeführt, der dann auch den endgültigen Befund erstellt.


Indikationen:

  • Aufdeckung und Differenzierung von Herzrhythmusstörungen als Ursache von Symptomen, die in Zusammenhang mit Störungen des Herzrhythmus auftreten können (Kollapszustände, s.g. Synkopen, Schwindel, Herzrasen, Herzstolpern).
  • Indikationsstellung zu einer Schrittmacher-Implantation
  • Behandlungskontrollen, nach Behandlung von Herzrhythmusstörungen, (z.B. Vorhofflimmern).


Grenzen/Probleme:

  • eine genaue Beurteilung erfordert gute Aufzeichnungsqualität
  • durch das Langzeit-EKG allein ist die Relevanz von Herzrhythmusstörungen nicht sicher zu beurteilen; nur in Kombination mit weiteren Untersuchungen sind Herzrhythmusstörungen aussagekräftig (Herz-Ultraschall, Belastungs-EKG).
  • ein unauffälliger Befund, ist nicht gleichzusetzten mit Fehlen von Rhythmusstörungen. Selten auftretende Herzrhythmusstörungen, werden auch selten erfasst.
  • sinnvoll ist unter Umständen auch deswegen ein s.g. Event-Recorder (Ereignis-Rekorder). Es handelt sich dabei auch um eine Art Langzeit-EKG. Das Gerät wird dem Patienten für 1 – 2 Wochen mitgegeben, um seltene Ereignisse dokumentieren zu können.