30. August 2015

Lactat-Messung als Trainingssteuerung für Sportler

Lactat-Messung als Trainingssteuerung für Sportler

Laktat ist das medizinische Wort für die Milchsäure. Sie entsteht in der arbeitenden Muskulatur, wenn Kohlenhydrate zur Energiegewinnung ohne Sauerstoff (bei sehr intensivem Training) verbrannt werden. Das Vorhandensein von Milchsäure in der Muskelatur erkennt man schnell am „Muskelkater“.

Mit Hilfe der Laktatmessung lässt sich die s.g. anaerobe Schwelle bestimmen. Diese wird während eines Belastungstests ermittelt und gibt an, ab welcher Belastungsstufe der Zeitpunkt erreicht wird, ab dem die Sauerstoffschuld erreicht wurde. Die Laktatmessung gibt Auskunft über die Zunahme der Milchsäure im Verhältnis zur Herzfrequenz. Sie zeigt, welche Ausdauerleistung die arbeitende Muskulatur bei welchem Grad der Übersäuerung leisten kann und welches Maß der Übersäuerung wie lange toleriert wird.

Dabei ist zu bedenken, dass Laktat ausschliesslich den Kohlenhydrat-Stoffwechel anzeigt. Da gleichzeitig mit dem Laktat immer auch die jeweilige Herzfrequenz und der s.g . respiratorische Quotient (RQ) gemessen wird, kann der Sporttätige sein Training später über den Puls steuern.