30. August 2015

Ergospirometrie

Ergospirometrie = Spiroergometrie

Bei dieser Untersuchung werden die Atem Gase (Sauerstoff und Kohlendioxid) während ansteigender körperlicher Belastung gemessen. Gleichzeitig wird die Herzfrequenz gespeichert. Daraus können vielfältige Parameter berechnet werden, die Aussagen über die Funktion von Lungen, Herz und Muskulatur sowie über den Energiestoffwechsel erlauben.

Solche Parameter sind z. B. die maximale Sauerstoffaufnahme, der Sauerstoffpuls, das Atemminutenvolumen, die individuelle aerobe/anaerobe Schwelle, der respiratorische Quotient u. a.

Die Ergospirometrie gibt Auskunft über die körperliche Ausdauerleistungsfähigkeit (aerobe Kapazität), die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität und dient der Bestimmung und Einschätzung der Leistungsfähigkeit (z.B. im Leistungssport) oder einer Leistungseinschränkung (z.B. bei Herzschwäche). Sie spiegelt in optimaler Weise das Zusammenspiel von Herz, Lunge (Atmung), Kreislauf und Stoffwechsel wider. Aus diesem Grund ist diese Untersuchungsmethode in der Kardiologie (Herz), der Pulmologie (Lunge) und in der Sportmedizin von großer Bedeutung.

Die Ergospirometrie erlaubt eine Unterscheidung zwischen herzbedingter und lungenbedingter Einschränkung der Leistungsfähigkeit.

Indikationen:

  • Objektive Messung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei Gesunden und bei Kranken
  • Bestimmung des Schweregrades und Verlaufsbeurteilung kardiopulmonaler Leistungseinschränkungen, auch im Rahmen der Therapie
  • Gutachtliche Beurteilung der Leistungsfähigkeit, z. B. in der Arbeitsmedizin
  • Risikoeinschätzung vor großen Operationen
  • Abklärung und Diagnosestellung bei Atemnot