30. August 2015

Duplex-Sonographie

Duplex-, Farbduplex-Sonographie der Arterien und Venen:

Ultraschall-Untersuchung, zur Beurteilung von Flußeigenschaften, Verengungen, Verkalkungen und Thrombosierungen der Arterien und Venen, die für die Versorgung des Gehirns, der Extremitäten und der Nieren verantwortlich sind.

Die Methode erlaubt:

  • die Erkennung einer Arterienverkalkung in den Halsschlagadern (Karotiden), sowohl einer frühen Form, die s.g. Intima-Verdickung, als auch spätere Formen der Erkrankung.

  • eine Darstellung von Stenosen (Verengungen) mit genauer Bestimmung des Schweregrades, als auch von Verschlüssen der Arterien.

  • Darstellung der Gefäßwand, arteriosklerotischender Veränderungen und der Blutströmung der hirnversorgenden  Gefäße.

  • Die im Blut vorhandenen Teilchen (rote und weisse Blutkörpechen) reflektieren den Ultraschall. Mit Hilfe des Doppler-Effekts kann die Richtung und die Geschwindigkeit  des Blutflusses dargestellt und gemessen werden.

Indikationen:

  • notwendig bei allgemeiner Gefäßverkalkung (Arteriosklerose): im Bereich der relativ oberflächlichen und großen Halsarterien lässt sich die Qualität der Arterienwände am besten beurteilen. Ein Befall dieser Gefäße erhöht die Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer Koronarsklerose in hohem Prozentsatz.
  • Abklärung von Strömungsgeräuschen über den Halsgefäßen.
  • Abklärung von zerebralen Ausfallerscheinungen, s.g. transitorischen ischämischen Attacken und Schlaganfällen.
  • evtl. vor allen großen Herzoperationen.
  • ggf. bei unklaren Kollaps- und Schwindelanfällen.

Arterieller Doppler (Blutdruckmesseng der Arm- und Beinarterien mit Hilfe des Dopplermethode)

Eine Blutdruckmanschette wird aufgeblasen und drückt dadurch die Arterien ab. Sobald der Manschettendruck den im Gefäß herrschenden
Blutdruck übersteigt, verschwindet das Dopplersignal. Aus dem gemessenen Druck und Vergleich der Messwerte untereinnander sowie unter Berücksichtigung des Dopplersignals kann auf Gefäßverengungen geschlossen werden.

Indikationen:

Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen in den Arm- und Beinarterien (z.B. die s.g.  „Schaufensterkrankheit“).

Grenzen/Probleme:

  • geringe Gefäßverengungen können übersehen werden, da sie den Blutfluß nicht behindern
  • die genaue Lokalisation und der Schweregrad der Verengung können nur abgeschätzt werden