30. August 2015

Belastungs-EKG

Belastungs – EKG

EKG-Aufzeichnung während körperlicher Belastung (meist mit stufenweiser Erhöhung der Last, bis zum Auftreten von Symptomen oder bis zur körperlichen Erschöpfung).

Das Belastungs-EKG liefert Hinweise oder Erkenntnisse über:

  • eine belastungsabhängig auftretende Durchblutungsstörung des Herzmuskels und dadurch Hinweise auf das Vorhandensein einer  koronaren Herzerkrankung (KHK).
  • das Auftreten von Herzrhythmusstörungen.
  • eine evtl. Verschlechterung einer bekannten koronaren Herzerkrankung.
  • gute oder schlechte Blutdruckeinstellung durch die gleichzeitige Messung des Blutdruckes während der Belastung.
  • die Leistungsfähigkeit.

Indikationen:

  • Ermittlung der Leistungsfähigkeit
  • Erfassung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, oder des Verlaufs einer bekannten KHK
  • Verlauf bei Herzmuskelschwäche
  • Beurteilung des Blutdruckverhaltens unter definierter Belastung

Grenzen/Probleme:

  • eingeschränkte Aussagekraft bei bestimmten vorbestehenden EKG-Veränderungen (z.B. durch linksventrikuläre Hypertophie, bei Schenkelblockbildern, bei medikamentenbedingten Veränderungen z.B. Digitalis).
  • stenosierte (verengte) Herzkranzgefäße verursachen nicht immer EKG-Veränderungen, auch bei durch andere Verfahren gesicherter Durchblutungssörung. Stenosierungen mit einem Verengungsgrad von unter 50 % werden in der Regel mit dem Belastungs-EKG nicht erfasst (weil Stenosen erst ab einem Verengungsgrad von über 60-70% eine Minderdurchblutung verursachen).
  • Engstellen in kleineren Gefäßen werden nicht erkannt.

Risiko:

Unter Beachtung der Kontraindikationen ist das Risiko der Untersuchung extrem gering.